Häufig gestellte Fragen zur Mitgliedschaft bei der GEWIWO Berlin eG

Warum muss ich überhaupt Mitglied der GEWIWO werden, um eine Wohnung zu bekommen?
Wie werde ich Mitglied der GEWIWO?
Gibt es staatliche Zuschüsse für die Beteiligung an der GEWIWO?
Wie hoch ist die jährliche Dividende?
Müssen eventuell weitere Leistungen erbracht werden?
Mit welcher Frist kann die Mitgliedschaft wieder beendet werden und wann wird das Geschäftsguthaben ausgezahlt?
Können bei Auszug nur die auf die Wohnung entfallenden Pflichtanteile teilgekündigt werden?
Welche Beträge werden bei Beendigung der Mitgliedschaft wieder ausgezahlt?
Wie werden die Wohnungen der GEWIWO vergeben?
In welchen Stadtbezirken hat die GEWIWO Wohnungen in Berlin?
Wer benötigt einen Freistellungsauftrag für Dividenden?

 

Warum muss ich überhaupt Mitglied der GEWIWO werden, um eine Wohnung zu bekommen?

Die GEWIWO Berlin eG ist eine Wohnungsbaugenossenschaft, deren Zweck eine gute, sichere und sozial verantwortbare wohnliche Versorgung ihrer Mitglieder ist. Die GEWIWO vermietet seit ihrer Gründung im Jahre 1924 ihre Genossenschaftswohnungen an ihre Mitglieder. Dafür gewährt die GEWIWO ihren Mitgliedern unter Verzicht auf Eigenbedarfskündigungen ein lebenslanges Dauerwohnrecht. Die Mitglieder der GEWIWO sind zudem in ihrer Gesamtheit auch die Eigentümer der Genossenschaft und somit indirekt auch die der Wohnungen. Da es keine weiteren sonstige "Anteilseigner" gibt, ist das Eigenkapital der Genossenschaft von den Mitgliedern zu erbringen. Insbesondere aus diesem Grund ist die Mitgliedschaft unerlässlich für die Überlassung einer Wohnung. Alle Mitglieder haben die gleichen Rechte, unabhängig von der Höhe ihrer Beteiligung / Anzahl ihrer Genossenschaftsanteile.


Wie werde ich Mitglied der GEWIWO?

Die Mitgliedschaft bei der GEWIWO setzt neben der Abgabe eines eigenhändig bzw. vom Erziehungsberechtigten unterschriebenen Aufnahmeformulars der GEWIWO den Erwerb von mindestens einem Geschäftsanteil und die einmalige Zahlung eines Eintrittsgeldes voraus. Das Eintrittsgeld beträgt 50 Euro und der Geschäftsanteil hat einen Wert von 500 Euro. Minderjährige Kinder und Ehegatten von Mitgliedern zahlen nur das halbe Eintrittsgeld. Witwen bzw. Witwern von verstorbenen Mitgliedern wird das Eintrittgeld erlassen. Der eingezahlte Geschäftsanteil wird bei Beendigung der Mitgliedschaft zurückgezahlt. Nur in besonderen Ausnahmefällen darf gemäß der Satzung davon abgewichen werden. Nach Zustimmung des Vorstandes wird das Neumitglied in die sog. Mitgliederliste eingetragen und erhält eine Bestätigung darüber. Mit Eintragung ist der Bewerber offiziell Mitglied der GEWIWO Berlin eG mit allen sich aus der Satzung ergebenden Rechten und Pflichten.

 

Gibt es staatliche Zuschüsse für die Beteiligung an der GEWIWO?

Bei einem zu versteuernden Einkommen bis zu 51.200€ im Jahr (bei Alleinstehenden 25.600€ ) haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit für weiterhin geleistete Einzahlungen Wohnungsbauprämie zu beantragen. Diese können in Höhe von 8,8 % der Einzahlungen bis maximal 1024 € gewährt werden. Weitere Informationen erhalten Sie ebenfalls von der GEWIWO.


Wie hoch ist die jährliche Dividende?

Laut Satzung kann eine Bruttodividende von maximal 4% (einschließlich der Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag). Die Zahlung einer Dividende ist jedoch von dem wirtschaftlichen Ergebnis des jeweiligen Jahres abhängig und kann für die Zukunft - im Gegensatz zu Zinsen - nicht garantiert werden. Bis auf wenige Ausnahmen hat in den vergangenen Jahren das Jahresergebnis der GEWIWO die Auszahlung einer Dividende zwischen 2% und 4% zugelassen.


Müssen eventuell weitere Leistungen erbracht werden?

Für die Überlassung einer Wohnung ist die Zeichnung weiterer Anteile erforderlich. Die Zahl dieser Anteile bemisst sich nach der Größe der Wohnung. Für jeden Wohnraum (ausgenommen Küche, Flur und Bad), der angemietet werden soll, ist ein weiterer Anteil in Höhe von jeweils 500 Euro zu zeichnen. Die Einzahlung der Anteile ERFOLGT sofort oder auf Antrag in Raten von monatlich mindestens 50 Euro.


Mit welcher Frist kann die Mitgliedschaft wieder beendet werden und wann wird das Geschäftsguthaben ausgezahlt?

Die Kündigungsfrist für die Mitgliedschaft beträgt ein Jahr zum Jahresende. Gekündigt werden kann die Mitgliedschaft nur schriftlich und jeweils nur zum Jahresende. Eine komplette Kündigung der Mitgliedschaft bei einem fortbestehenden Dauernutzungsvertrag ist nicht zulässig, d. h. die Mitgliedschaft mit sämtlichen Geschäftsanteilen kann nur gekündigt werden, wenn kein Mietverhältnis zwischen dem Mitglied und der Genossenschaft besteht. Die Auszahlung des Geschäftsguthabens erfolgt nachdem die Vertretersammlung (das ist das von den Mitgliedern gewählte höchste Organ der Genossenschaft - vergleichbar mit der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft) den Jahresabschluss des Geschäftsjahrs beschlossen hat, zu dessen Ende das Mitglied seine Mitgliedschaft gekündigt hat.
Beispiel: Ein Mitglied schreibt im Oktober 2011 der GEWIWO, dass es seine Mitgliedschaft kündigt. Dann wird die Kündigung zum 31.12. 2012 wirksam und das Mitglied scheidet zu diesem Termin aus der Genossenschaft aus. Das Geschäftsguthaben bleibt bis zu diesem Tag dividendenberechtigt. Die Vertreterversammlung tagt regelmäßig einmal im Jahr im Juni. Hier wird der Jahresabschluss für das vergangene Jahr beschlossen. Danach, also Ende Juli / Anfang Juli 2013, wird das Geschäftsguthaben des ausgeschiedenen Mitglieds auf das von ihm benannte Konto überwiesen.


Können bei Auszug oder Umzug in eine kleinere Wohnung auch einzelne Pflichtanteile gekündigt werden?

Ja, wenn für diese einzelnen Pflichtanteile das Mitglied keine Leistungen der Genossenschaft mehr in Anspruch nimmt und es sich nicht zur Beteiligung mit diesen Geschäftsanteilen verpflichtet hat.

Beispiel: Ein Mitglied wohnte in einer 4-Zimmer-Wohnung und zieht in eine 2-Zimmer-Wohnung der GEWIWO um. Von den 1+4 Pflichtanteilen können 2 wohnungsbezogene gekündigt werden, da sich die Inanspruchnahme der Leistung der Genossenschaft von der Bereitstellung einer 4-Zimmer-Wohnung auf die Bereitstellung einer 2-Zimmer-Wohnung reduziert hat. Bei einem Wegzug aus der Genossenschaft nimmt das Mitglied keine Genossenschaftsleistungen mehr in Anspruch. Das Mitglied kann alle wohnungsbezogenen Pflichtanteile kündigen und mit nur einem Geschäftsanteil weiter Mitglied bleiben.


Welche Beträge werden bei Beendigung der Mitgliedschaft wieder ausgezahlt?

Nach Beendigung der Mitgliedschaft wird in der Regel das auf die gezeichneten Anteile eingezahlte Geschäftsguthaben und die Dividende des letzten Geschäftsjahrs ausgezahlt. Ausgezahlt werden gegebenenfalls überschüssige Einzahlungen aus bewilligten Wohnungsbauprämien, die während der Laufzeit der Mitgliedschaft nicht ausgezahlt werden dürfen. Das anfänglich eingezahlte Eintrittsgeld verbleibt bei der Genossenschaft.


Wie werden die Wohnungen der GEWIWO vergeben?

Grundsätzlich kommen für den Fall, dass zwei oder mehr Interessenten ein und die gleiche Wohnung anmieten wollen, unsere Grundsätze zur Wohnungsüberlassung zur Geltung, nach denen in diesem Fall Mitglieder mit der jeweils längeren Mitgliedschaft den Vorzug erhalten. Außerdem ist für bestimmte Wohnungen die Vorlage eines Wohnberechtigungsschein (WBS bzw. RlvF-Bescheinigung) notwendig. Diese werden abhängig von der Höhe des Einkommens vom Wohnungsamt des derzeitigen Wohnsitzes des Interessenten ausgestellt.


In welchen Stadtbezirken hat die GEWIWO Wohnungen in Berlin?

Die Wohnungen der GEWIWO befinden sich ausschließlich in, und den Ortsteilen von, Reinickendorf: In Wittenau, Tegel, Waidmannslust und Hermsdorf.


Wer benötigt einen Freistellungsauftrag für Dividenden?

Am 01.01.2009 ist die Abgeltungsteuer für alle Einkünfte aus Kapitalvermögen in Kraft getreten. Die Abgeltungsteuer ist eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer. Sie betrifft insbesondere Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne.

Die Abgeltungsteuer schafft einen einheitlichen Steuersatz von 25 %. Hierauf wird noch der Solidaritätszuschlag von derzeit 5,5 % und ggf. die Kirchensteuer erhoben. Dividenden, die nach dem 31.12.2008 zufließen, sind mit der Abgeltungsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer zu belegen.

Das bis zum 31.12.2008 geltende Halbeinkünfteverfahren für Dividenden wurde abgeschafft. Das hat zur Folge, dass künftig die Dividende in voller Höhe zu versteuern ist. Das bisher durch die GEWIWO Berlin eG genutzte Sammelantragsverfahren, mittels dem wir die Kapitalertragsteuerbefreiung auf Dividendenzahlungen bis 51,00 EUR für unsere Mitglieder beantragt haben, entfällt ebenfalls. Deshalb sind die bisher erteilten Freistellungsaufträge anzupassen bzw. neu zu erteilen.

Der neu eingeführte Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 801,00 EUR für Ledige bzw. 1.602,00 EUR für Verheiratete ersetzt den bisher bekannten Sparerfreibetrag. Mit der Einführung des Sparer-Pauschbetrages ist es nicht mehr möglich, Werbungskosten geltend zu machen.

Die Nichtveranlagungs-Bescheinigungen haben weiterhin Gültigkeit und entbinden uns während der Laufzeit von der Abgeltungsteuer. Kapitalerträge, die der Abgeltungsteuer unterworfen wurden, müssen grundsätzlich nicht mehr in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Sollte Ihr persönlicher Steuersatz jedoch geringer als 25 % sein, so können Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung mit der Anlage KAP die sogenannte Günstigerprüfung beim Finanzamt beantragen. Das Finanzamt prüft dann, ob Ihr persönlicher Steuersatz geringer ist, und erstattet in diesem Fall die durch die Abgeltungsteuer zu viel einbehaltenen Beträge.

Um Ihre Dividenden von der Abgeltungssteuer freizustellen, können Sie das nachfolgende Formular „Freistellungsauftrag für Kapitalerträge“ nutzen. Das Formular bitte ausdrucken und im Original unterzeichnet an uns zurück senden. Denken Sie bitte auch an Freistellungsaufträge für Ihre minderjährigen Kinder. Für jedes Mitglied ist bitte ein gesonderter Freistellungsauftrag zu erteilen.

Diese Information stellt keine steuerliche Beratung dar. Sollten Sie hierzu Bedarf haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Finanzamt, Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein in Verbindung.

Download Freistellungsauftrag für Kapitalerträge